Körperhaltung des Gesprächspartners beobachten
Haltungssynchronität (Pacing)
Oftmals wird empfohlen, eine zum Gesprächspartner synchrone Haltung einzunehmen (Haltungs-Pacing), da dies unterschwellig ein Signal der "Sympathie" hervorrufen würde.
Beispiel: Ihr Gesprächspartner hat das rechte Bein über das Linke geschlagen. Ihre Sitzhaltung spiegelt diese Sitzposition wieder und auch sie schlagen ihr rechtes Bein über das Linke. Die Fußspitzen zeigen also zueinander (Kontaktsuche, "gleiche Wellenlänge").
Dieser Ansatz hat wohl durchaus seine Berechtigung und kann von Ihnen in manchen Situationen bewusst eingesetzt werden.
Nach Ansicht des Perfect Image Teams ist hier jedoch größte Vorsicht geboten.
- Wenn man dies übertreibt, weil z. B. der Gesprächspartner ständig seine Sitzhaltung wechselt, wird dieses "Nachspielen" seiner Haltung (Beine, Oberkörper, Kopf) sehr leicht auffällig.
- Da dies nicht ihr gewohntes Verhalten ist, sind manche Bewerber, die diese Methoden einsetzen, so sehr mit dem "Nachspielen" beschäftigt, dass sie sich nicht mehr richtig auf das Vorstellungsgespräch konzentrieren können.
- Der Gesprächspartner sitzt auf der Stuhlkante, sendet also ein negatives Signal aus, sollte man ihn dann nachahmen? Doch wohl eher nicht.
- Sie haben fünf Gesprächspartner mit unterschiedlichen Sitzpositionen. Ändern Sie dann jedes Mal ihre Sitzhaltung, wenn Sie abwechselnd von den verschiedenen Personen angesprochen werden?
Wichtig ist, dass sie authentisch rüberkommen.
Ein unnatürliches "Nachspielen" von Sitzpositionen und Gesten wird negativ auffallen. Wenn sie diese Methode sparsam und wohldosiert einsetzen und sie beherrschen, dann mag sie ihnen beim Vorstellungsgespräch helfen.

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