Bewerbung nach DIN Norm 5008 schreiben

Gibt es eine DIN Norm für Bewerbungen?

Die DIN Norm 5008 gibt Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung vor.

Die DIN Norm 5008 auf die in vielen anderen Tipps und Ratgebern verwiesen wird, wurde hauptsächlich für den brieflichen Geschäftsverkehr in der Wirtschaft und Verwaltung aufgestellt und gibt unter anderem Richtlinien an die Hand, die die Lesbarkeit eines Schriftstücks erhöhen, die Position des Adressblocks und den Inhalt der verschiedenen Adresszeilen festzulegen.

   Daneben enthält die Norm auch andere nützliche Konventionen, wenn es um Gestaltungsfragen für die Betreffzeile, Schriftgröße, Anrede u.s.w. geht.

Das piSeite-Team empfiehlt daher, ein Anschreiben aufzusetzen, welches sich stark an der DIN Norm 5008 orientiert, aber vielleicht dennoch den einen oder anderen individuellen Akzent setzt.

DIN Norm 5008

Die Abkürzung DIN steht für Deutsches Institut für Normung e.V.. Dieses Institut ist der privatwirtschaftlich organisierte Dienstleister für Normung und Standardisierung in Deutschland.

DIN Normen sind keine gesetzlichen Regelungen der Bundesrepublik Deutschland. Verständlicherweise wird es als Aufgabe der Wirtschaft angesehen, sich selbst Normvorgaben für bestimmte Zwecke (z.B. DIN A 4 Blattgröße) vorzugeben.

Um jedoch einen Wildwuchs von sich vielleicht sogar widersprechenden Regelungen zu vermeiden, hat die Bundesrepublik Deutschland das Deutsche Institut für Normung als einzige nationale Normungsorganisation zur Vertretung deutscher Interessen in der internationalen Normung anerkannt.

Die augenblicklich gültige Fassung der DIN Norm 5008 stammt aus dem Jahr 2005 (veröffentlicht im Mai) und wird für Briefe in Wirtschaft und Verwaltung verwendet. In der letzten Änderung wurde insbesondere der Aufbau des Anschriftenfeldes neu geregelt. Auch der nun gebräuchlichere Einsatz von Computersystemen anstatt Schreibmaschinen für das Erstellen von Briefen hat bei der Neufassung der DIN Norm 5008 Spuren hinterlassen.

Ziel der Norm ist es, einen Brief leserfreundlich, zweckmäßig und übersichtlich zu gestalten.

Wo kann ich die DIN Norm 5008 nachlesen?

Die Abkürzung "DIN" steht für "Deutsches Institut für Normung", welches eine privatwirtschaftliche Firma darstellt. Sie werden daher den Originalwortlauf der DIN-Norm nicht frei verfügbar im Internet finden, können ihn aber kostenpflichtig über den Beuth Verlag bestellen.

Wir haben für Sie jedoch in unseren Tipps und Mustern die für ein Bewerbungsschreiben relevanten Regelungen eingearbeitet, so dass sie einen DIN Norm gerechte Bewerbung aufsetzen können.



Kommentare
Durske
08. Juli 2011
Wenn man den "Nageldesigner" als kreativen Beruf sieht tritt unter Tipps der letzte Punkt in Kraft. Dort heißt es:
"Sonderfall: Bewerbungsschreiben für kreative Berufe:
Gerade bei kreativen Berufen kann eine etwas unkonventionelle Bewerbung durchaus mehr Chancen haben und herausstechen als eine starre Bewerbung."

Somit ist der Kritikpunkt von "Hiwi" hinfällig. Ich würde aber keine Nageldesigns in die Kopf- oder Fußzeile bauen. Ich würde vll kleinigkeiten anpassen in dem Anschreiben, so zum Beispiel eine kreative Kopfzeile für die eigenen Adress und sowas einfügen. Und dann würde ich in den Beilagen, möglicherweise bei der "dritten Seite" einige Beispiele einfließenlassen. Zum Bewerbungsgespräch würde ich dann ne kleine Mappe mit mehreren Designs mitnehmen. Dann hat man dem möglichen neuen Chef auch was neues zu zeigen, womit er möglicherweise nicht gerechnet hat. Und schon hat man die Stelle, sofern alles andere passt.

Freundlich Grüße
Verena

Thomas
17. Februar 2011
Hallo Hiwi,

Du kannst doch auch als Nageldesignerin einen DIN 5008 Brief schreiben und dann ein paar Nageldesigns in die Kopfzeile oder Fußzeile aufnehmen.

Viele Grüße,
Thomas

Hiwi
02. Mai 2010
In Deutschland gibt es leider für jeglichen fröhnigen Schlonz eine DIN-Norm.
Die Frage ist nur wo hier dann in einer Bewerbung die Individualität bleibt, die dann genau den einen richtigen Bewerber von der Bewerbungsflut abhebt!?
Von einem Verwaltungsangestellten im historischen Stadtarchiv erwarte ich eine andere Bewerbung als von einer Nageldesignerin, die sich in einem Szeneladen bewirbt.

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